Die Erdinger Brauerei ist ja bekannt für ihr Weißbier, stellt seit einiger Zeit jedoch auch weitere Sorten her. Heute ist ein Helles aus dem Erdinger Brauhaus im Program, das ebenfalls zum Erdinger Unternehmen gehört, aber scheinbar eine andere Marke darstellt (immerhin findet sich auf der offiziellen Erdinger Website kein Wort zu diesem Bier). Egal, was soll bei einem hellen Lager aus Bayern schon schiefgehen? Besonders an einem warmen Sommertag wie heute?
Die Brauerei-Website zeigt sich überzeugt:
“Traunstein und Erding, Vilshofen und Schärding sind in Bayern der Orte vier, wo man braut das beste Bier.”
Schluck für Schluck ein Genuss. Mei is’ des süffig!
Herrlich mild mit süffigem Charakter Läuft am Besten bei 8 Grad Wertvolle Zutaten und beste Braumeisterqualität
Farbe: Es strahlt einen förmlich an, so goldglänzend kommt es daher. Selbstverständlich ein gut filtriertes Helles. Im Glas sieht man nur wenige Kohlensäureperlen. Bin schon gespannt auf die Rezenz.
Geruch: Beim Öffnen der Flasche kommt einem ein feinwürziger Kräuterhopfenduft entgegen. Im Glas riecht es vor allem malzig-brotig und leicht süß. Alles nicht ungewöhnlich für ein Bayerisch Hell.
Schaum: Solides Mittelmaß. Weder besonders kurz, noch besonders lang im Glas. Feinporig, weiß, sich am Glasrand festsetzend. Okay, aber nicht mehr.
Einstieg: Viel mehr Kohlensäure als es aussieht. Prickelt gut los. Danach direkt süßlich (wirkt fast wie mit Maisflocken gebraut) und ein kleines bisschen hopfig. Wird ein leichtes Bier, so viel ist hier schon klar.
Auf der Zunge: Der Hopfen nimmt zu, wird sogar beinahe feinherb, bremst dann allerdings rechtzeitig, sodass keine Bitterkeit zu spüren ist. Die Süße es Malzes wird jedoch erfolgreich gekontert. Dem Getreidearoma wird somit mehr Raum verschafft, nur wird der Körper nie ganz vollmundig. Ist kein dünnes Bier, aber gar nicht so weit davon entfernt.
Abgang: Durchaus süffig, besonders, da noch ein bisschen mehr Aroma in diesem Abtrunk liegt. Außerdem erfrischend.
Fazit: Beileibe kein schlechtes Bier - ganz sicher nicht, und doch ist es im Vergleich zu vielen anderen bayerischen Hellen für mich ein bisschen zu nichtssagend. Kann man gut trinken, ohne Frage, nur ist die Konkurrenz zu stark, um hier sehr hoch zu werten. 6/10.