Lohmener Helles

Lohmener Helles

von: Bierblog

erstellt am: 24.01.2026

Ein obergäriges Helles bekommt man auch nicht alle Tage. Umso schöner, dass es heute geklappt hat und dann kommt es noch aus der Hofbrauerei Lohmen. Vielversprechend, denn bisher gefielen mir die Biere von dort ziemlich gut.

Lohmener Helles

Farbe: Farblich könnte es jedes andere beliebige Helle sein, nur in leicht getrübter, naturbelassener Form. Passt.

Geruch: Riecht nach Honigmalzen und Hopfenblume, letztere recht würzig, wie man es von untergärigen Hellen oder Pilsnern kennt. Dazu kommen Apfel und Litschi im Duft. Vielleicht die obergärige Hefe?

Schaum: Man sieht es schon auf dem Foto, da ist kaum eine Schaumentwicklung vorhanden und das Wenige an Schaum, das es ins Glas geschafft hat, verschwindet quasi sofort. Schade. Sieht jetzt aus wie Apfelsaft.

Einstieg: Prickelt jetzt nicht viel, doch nein, wie Saft kommt es einem jetzt auch nicht vor, aber ist schon eine wirklich schwach ausgeprägte Kohlensäure. Fast etwas schal. Ansonsten haben wir hier vor allem brotiges Malz und sauren Apfel im Geschmack.

Auf der Zunge: Also ganz schal wird es zum Glück nicht, doch ein richtig erfrischend-spritziges Helles habe ich hier nicht im Glas. Die Säuerlichkeit nimmt jetzt zu, aber das Malz bleibt weiter präsent. Insgesamt mit leichtem Körper und nun mit einigen feinherben Ansätzen, jawohl, da ist Hopfen drin. Gleichzeitig vermeidet dieses Helle einen zu starken Hefeeinschlag in den Aromen. Die hier verwendete obergärige Hefe würde mich ja mal interessieren. Vom Geschmack her könnte es eine Ale-Hefe sein.

Abgang: Jetzt etwas hefiger. Wer mit den säuerlichen Fallobstaromen klarkommt, dürfte es süffig finden. Für mich ist es nicht hundertprozentig süffig.

Fazit: Kein besonderes schlechtes Bier, leider ebenso kein richtig gutes. Solide schon und die meiste Zeit auch gut trinkbar, aber von einigem wünscht man sich mehr, von anderem weniger. Am Ende ist es eben immer subjektiv und das heißt bei mir heute: Hat deutlich Luft nach oben. 5/10.

Anmerkung: Der Test fand im September 2022 statt, hat es nur eben jetzt erst ins Blog geschafft. Insofern kann das heutzutage schon alles anders aussehen.

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