Meister Zwickl

Meister Zwickl

von: Bierblog

erstellt am: 22.07.2025

Scheinbar hatte ich, was die Brauerei Meister angeht, einen bestimmten Rhythmus. 2020, 2022 und jetzt 2025 mache ich ihn mir kaputt. Bislang waren die Biere zumindest nie schlecht. Eventuell kann heute das Zwickl aber ja mal eine richtig gute Note abholen. Naturtrübe Zwickl sind hier sehr beliebt. Leider hat sich an der die Biere betreffenden, mangelhaften Informationsdichte nichts geändert. Wird also mal wieder ein Blindflug. Gehen wir es an.

Meister Zwickl

Farbe: Aus irgendwelchen Gründen hatte ich ein helles Zwickl erwartet. Stattdessen bekomme ich ein rotbraunes Erzeugnis, eine Farbe, die gleich Lust auf den ersten Schluck macht. Rötlich-braune Zwickl aus Franken sind selten schlecht. Trüb ist es auch.

Geruch: Es riecht einerseits karamellig-malzig und keksig, andererseits immens nach Hefe, die den Duft so ein bisschen kellerbierig muffig macht, aber auch das Malz unterstreicht. Passt auf jeden Fall zu einem Zwickl.

Schaum: Der Schaum war überwältigend. Musste wirklich aufpassen beim Eingießen. Mittel- bis feinporig und recht stabil. Da können sich manche andere Zwickl was abschauen.

Einstieg: Eine äußerst prickelnde Angelegenheit. Hätte ja auch ein Zwickl mit wenig Rezenz sein können. Ansonsten malzig-süß, eigentlich sehr ähnlich zum Geruch. Toffee und Keks.

Auf der Zunge: Es ist ein vollmundiges Bier, so viel sei schon mal festgestellt. Inzwischen ein Bier wie flüssiges Mischbrot, mit leichter Tendenz zu etwas bittereren Röstaromen. Zusätzlich schmeckt man auch etwas kräuterig-würziges Hopfenaroma. Spritzig-erfrischend, aber kein leichtes Bier. Es liegt schon etwas schwerer auf der Zunge, bleibt aber von den Aromen her recht ausgewogen. Nicht zu bitter, nicht zu süß, dafür schön getreidig. Ähnlich wie im Geruch, wird dies alles von der Hefe unterstrichen.

Abgang: Ein bisschen Bitterhopfen gibt es noch, aber eher eine feine Bittere, nichts, was nachhängt. Handwerklich ist das also stark gemacht. Trotzdem passt mir der Abtrunk nicht ganz. Hätte noch süffiger sein können.

Fazit: Eindeutig das beste Bier, das ich bisher aus dieser Brauerei hatte. Trotz kleiner Schwäche im Abtrunk sehr bekömmlich, geschmacksintensiv und insgesamt süffig. 9/10.

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