Zur dunklen Jahreszeit passen dunkle Biere. Daher kommt heute der Test des Dunklen von Rüsselsheimer Bräu, einer direkt an ein Hotel angeschlossenen Brauerei, in dem ich kürzlich Gast war. So ein Zufall.
Farbe: Wie man sich das vorstellt: Nicht völlig schwarz, aber ein sehr dunkles Braun wie bei Kastanien, oder doch eher Mahagoni? Ein kleiner Rotstich ist ebenso dabei. Zudem dezent getrübt. Sieht sehr gehaltvoll aus.
Geruch: Kaffee, Röstmalze - sortentypischer kann ein Dunkles nicht riechen. Macht Lust auf den ersten Schluck.
Schaum: Feinporig, cremig, stabil. Sieht gut aus, da lässt sich nichts beanstanden. Frisch vom Fass ist eben frisch vom Fass.
Einstieg: Die Röstmalze sind direkt da. Dazu Spuren von Karamell und Kaffee, ohne bitter zu sein. Für ein Dunkles auch mit einer guten Portion Kohlensäure ausgestattet.
Auf der Zunge: Fühlt sich so cremig an wie der Schaum aussieht. Es wird nun etwas feinherber, kommt jedoch ohne kratzige Bittere aus. Eben eher wie Kaffee und dunkle Schokolade. Vollmundig, kernig, kräftig. Könnte ebenso ein Dunkles aus Franken sein.
Abgang: Jetzt gibt es doch eine minimale Bittere, die das Bier ein kleines bisschen weniger süffig macht, als es sein könnte. Natürlich ist es trotzdem super trinkbar.
Fazit: Man muss kein Genie sein, um anhand meiner Beschreibungen zu erkennen, dass das Dunkle von Rüsselsheimer Bräu ein richtig starkes Bier ist. Gut gemacht, liebe Hessen. Euer Bier gereicht der westdeutschen Braukunst zu Ehre. 9.5/10. PS: Das Essen dort war auch gut.