Weltenburger Kloster Hell

Weltenburger Kloster Hell

von: Bierblog

erstellt am: 20.08.2025

Ich kann bei Klosterbier einfach nicht widerstehen. Wie hätten die Mönche auch sonst damals die Fastenzeit bei klarem Verstand überleben sollen? Okay, damals tranken sie sicherlich eher dunkle Biere, während ich heute ein Helles vor mir stehen habe, aber dennoch: Die Qualität wird hoffentlich stimmen, stammt es doch aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt.

Das bayerische Helle: süffig und mild. Seit anno 1050 werden im Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch im Herzen Bayerns besondere Biere gebraut. Usprünglich, rein, charaktervoll und mit ausgewählten Zutaten mit fast tausendjähriger Brautradition.

Klingt wie ein Bier nach meinem Geschmack.

Weltenburger Kloster Hell

Farbe: Goldgelb natürlich und so filtriert wie es nur geht. Da schwebt nicht ein Partikel drin. Dafür perlt die Kohlensäure ansehnlich.

Geruch: Riecht nicht so getreidig wie z.B. ein Augustiner, jedoch definitiv malzig-süßlich. Den Hopfen mache ich im Duft gar nicht aus, aber es soll ja auch mild sein.

Schaum: Ich denke heute liegt es am Glas, dass der Schaum eher enttäuschend ist. Hätte ich es mal professioneller geputzt. Ansonsten weißer, relativ feinporiger Schaum.

Einstieg: Ordentliches Prickeln - ein spritziges Bier. Dann ein bisschen Karamellsüße und auch etwas Brot, umringt von dezenter Säuerlichkeit. Mehr ist noch nicht feststellbar. Wird ein leichtes Bier, so viel ist klar.

Auf der Zunge: Jep, ein ganz leichtes Sommerbier. Der Hopfen, den ich nicht zu riechen vermochte, ist geschmacklich jetzt da und hegt die Süße ein bisschen ein. Vom Aroma her bietet er Kräuter an. Ganz klassisch - aber nicht ganz so malzintensiv wie andere bayerische Helle. Dadurch wirkt es stellenweise etwas wässrig.

Abgang: Im Abtrunk gibt es dann doch noch eine Portion Getreide, die das Bier gut abrundet. Süffig ist es ohnehin. Glück gehabt.

Fazit: Nicht das beste bayerische Helle, das ich je hatte. Im Zweifel würde ich wohl eher zu anderen Vertretern derselben Gattung greifen, was einfach an der starken Konkurrenz liegt. Gerade so 7/10.

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